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by Andreas Bernstein

EZB-Verfahren bremst DAX bisher nicht

Starker Dienstag im DAX

Bereits die Vorbörse startete stark in den Handel und zeigte, dass Bestrebungen auf der Oberseite vorhanden waren, das GAP zu verkleinern (Rückblick):

 

DAX-Vorbörse vom Dienstag

 

Im Handelsverlauf wurde sehr rasch die 10.700 erreicht und leicht überboten. Danach kam es zu einem "Schock" und schnellem Rückzug der Käufer. Hintergrund war eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zum Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank. Damit soll die Stabilisierung des Euro gewährleistet werden, doch wie die Richter entschieden, ist dieses Ausmaß mittlerweile über die EU-Verträge hinausgeht. Als "Währungshüter" darf die EZB keine Wirtschaftspolitik oder gar Staatsfinanzierung betreiben.

Hier gibt es also weiteren Klärungsbedarf - nicht nur unter Tradern. Der Euro geriet erst einmal unter Druck und näherte sich der 1.08 an und der DAX ebenso.

Kurz nach dieser Meldung verlor der DAX zuerst knapp 100 Punkte, erreichte noch einmal das Niveau vor der Meldung und drang danach tiefer in das GAP zu Montag ein. Bis 10.518 weitete er es aus und hatte damit beinahe den GAP-close zu Montag geschafft. Der Screen bzw. die Zonen aus dem Webinar, die ich hier auf der Short-Seite handelte, sind noch einmal hervorgehoben:

 

Zonen-Trading im DAX während des Webinars

 

Doch die Wall Street startete sehr positiv und eroberte vom Start weg die 24.000er-Marke. Dies verhalf dem Deutschen Aktienmarkt zu einem Reversal und am Ende sogar für ein knappes neues Tageshoch innerhalb der XETRA-Handelszeiten. Das obere GAP wurde damit etwas verkleinert, ist jedoch noch vorhanden:

 

Rest-GAP zu Ende April im DAX

 

Trotz der Volatilität von 220 Punkten hat sich am Ende ein Aufwärtstrend etablieren können, der vom Montagstief bis zur verbleibenden GAP-Kante führt:

 

DAX-Trend am Montag/Dienstag

 

Hieran muss sich der DAX nun am Mittwoch messen lassen.

Folgende Eckdaten übernehmen wir zur Orientierung noch mit in die Vorbereitung:

Eröffnung

10.627,07PKT

Tageshoch

10.736,95PKT

Tagestief

10.518,94PKT

Vortageskurs

10.466,80PKT

 

Tradingideen für den Mittwoch

Ein weiteres Eindringen in das obere GAP wäre ein bullishes Zeichen. Das Ziel hieraus ist die 10.850er-Bereich.

 

 

Trigger dafür ist die 10.720 etwa, die uns bereits vor einer Woche schon einmal Unterstützung bot:

 

Trigger im DAX

 

Kurse darüber wären für mich ein Indiz für die Fortsetzung der Trendlinie ab dem Montagstief.

Auf der Unterseite scheint ein Test der gezeigten Trendlinie mindestens wahrscheinlich. Kombiniert mit den Intraday-Bewegungen vom Dienstag kann ein Abkippen unter 10.650 das Bild wieder eintrüben. Fallen wir noch tiefer, konkret unter 10.600 Punkte, könnte diese Erholung vom Dienstag schon wieder verpuffen und die Range vom Montag anstehen.

Aus der Vorbörse lässt sich noch kein Signal ablesen. Wir notieren im Endloskontrakt recht genau am skizzierten XETRA-Trend und damit zwar unter den Hochs von gestern / der Triggerlinie, aber noch nicht tief genug für stärkere Abgaben. Hier ist seit dem Monatsstart ein stabiler Aufwärtstrend sichtbar:

 

Trigger im DAX-Endloskontrakt

 

Der Trigger ist hier auf gleicher Höhe zu setzen, da es keine nachbörslichen "Ausreißer" gab.

Spannend an diesem Bild ist zudem, dass im Endloskontrakt das GAP zu den letzten Aprilkursen bereits geschlossen wurde. Damit erhält der Trigger noch einmal eine weitere Brisanz und Wertigkeit am heutigen Handelstag.

Wirtschaftstermine am Mittwoch

Für den Mittwoch stehen folgende Termine an.

Gleich um 8.00 Uhr schauen wir auf die Deutschen Werkaufträge des vergangenen Monats. Um 9.55 Uhr erscheint der Markit PM Gesamtindex aus Deutschland und 10.00 Uhr auf EU-Ebene.

11.00 Uhr wird zudem der Europäische Einzelhandelsumsatz vermeldet.

Als wichtigste Zahl gilt die ADP Beschäftigungsänderung aus den USA. Hier gibt es 14.15 Uhr den nächsten Blick auf den US-Arbeitsmarkt.

 

Starten Sie gut in den Handelstag der Wochenmitte.

Viel Erfolg wünscht Ihnen hierbei Andreas Bernstein (Bernecker1977)

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Analyse geschrieben von Marcus Klebe, Marktanalyst für JFD – Just FAIR and DIRECT

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