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by Andreas Bernstein

Rutscht der DAX sinngemäß auf einer Ölspur aus?

Wackeliger Wochenstart

Eröffnungskurse über 10.700 Punkten ließen die DAX-Anleger noch positiv in die neue Handelswoche blicken. Hier stand als bullisher Ausblick ein Angriff auf die Vorwochenhochs in Aussicht, doch bereits knapp über 10.700 Punkte scheiterte der Markt am Vormittag mehrfach. Es folgte eine Bewegung auf der Unterseite und der schnelle GAP-Schluss zum Freitagabend.

Hier arbeiteten wir somit aus dem Chartbild im weiteren Verlauf gleich mehrere Triggermarken ab und notierten schließlich im gestern skizzierten GAP-Bereich zu vergangenem Donnerstag (Rückblick Endloskontrakt):

Triggermarken Vortag DAX

Rückblick DAX-XETRA-GAP:

Bullisher Ausblick zum Wochenstart

Die 10.540 hielt hier nicht, so dass wir in das GAP zu Donnerstag eintauchten und bis 10.444 Punkte auf der Unterseite fielen, bevor am Nachmittag eine Erholung erfolgte. Erst diese schaffte das Tagessaldo mit einem Gewinn von 50 Punkten, wie die Eckdaten und der Chart des Tagesverlaufs hier verdeutlichen:

Eröffnung 10.704,35PKT

Tageshoch 10.707,31PKT

Tagestief 10.444,55PKT

Vortageskurs 10.625,78PKT

V-Tag im DAX

Die Marke von 10.444 war kein Zufall, sondern genau der Bereich, den wir uns in der Vorwoche bereits einmal als Unterstützung genauer ansahen. Genau hier blieb der Rest vom GAP stehen:

DAX-GAP zu Donnerstag noch intakt

Was leitet man daraus für den Handel am Dienstag ab?

Trading-Ideen für den Dienstag

Durch diesen weitestgehend roten Tag, der nur am Ende einen Kursgewinn rettete, bleibt die Abwärtstrendlinie im XETRA-Chart seit dem Vorwochenhoch um 10.800 Punkten als Widerstand bestehen:

DAX-Abwärtstrend mehrere Tage

Die Unterseite bleibt ab 10.444 sehr spannend, da hier nicht nur das Rest-GAP zu Donnerstag besteht, sondern an diesem Bereich in der Vorwoche bereits mehrfacher Richtungswechsel erfolgte. Ich vermerke diesen daher im Chartbild.

Die Wall Street ergab sich am Abend den Bären und vor allem dem Schock, den der Verfall des Öl-Futures aus Mai auslöste. Hier sah man negative Kursnotierungen und einen Future-Kontrakt, den sinngemäß niemand mehr haben wollte:

Darüber staunte die Finanzwelt und dürfte auch weiterhin ein Thema sein, was uns beschäftigt. Denn vom Ölpreis geht eine Signalwirkung auf die Wirtschaft aus und einschneidende Auswirkungen auf ganze Wirtschaftszweige und Nationen, die eng an das "schwarze Gold" gekoppelt sind.

Im Nachthandel hat sich der Anstieg vom gestrigen Nachmittag wieder neutralisiert. Wir notieren fast genau auf dem Vortagestief und mit 10.450 Punkten auf der besprochenen Linie, die uns bereits mehrfach beschäftigte.

Zieht man das GAP in die Betrachtung eines größeren Chartbildes mit ein, so befindet sich der DAX in einem kleinen Bärenlager:

DAX-Bärenlager zur Eröffnung

Es ist mit einem Durchlauf zur 10.330 und damit dem GAP-close zu vergangenen Donnerstag auf der Unterseite zu rechnen. Die Frage ist gleich zum XETRA-Start, wie stark hier die gestrigen Tiefs unterstützen.

Vorbörse DAX am Vortagestief

Entspannt sieht das Chartbild erst wieder zusehends über 10.500 und ggf. dann bei der Rückeroberung der 10.540 mit einem Rücklauf zum kurzfristigen Abwärtstrend aus.

Insgesamt aus meiner Sicht somit rote Vorgaben, die ich im Webinar ab 10.00 Uhr gerne für Sie kommentiere. Hier geht es zur Anmeldung.

Wirtschaftsdaten am 21.04.2020

Um 8.00 Uhr schauen wir auf die Arbeitslosenquote aus Grossbritannien und die entsprechenden Durchschnittseinkommen.

11.00 Uhr wird mit Spannung der ZEW-Index aus Deutschland erwartet. Wie gestaltet sich die aktuelle Lage und welche Konjunkturerwartungen sind hier verzeichnet? Parallel werden diese Daten auch für die EU erhoben und veröffentlicht.

Um 14.30 Uhr können dann noch Einzelhandelsdaten aus Kanada gesichtet werden. In den USA ist der Fokus eher auf die Quartalssaison gerichtet, wie beispielsweise auf Netflix heute.

Starten Sie gut vorbereitet in den Dienstag und halten Sie den Ölmarkt im Blick.

Viel Erfolg wünscht dabei Andreas Bernstein (Bernecker1977)

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Analyse geschrieben von Marcus Klebe, Marktanalyst für JFD – Just FAIR and DIRECT

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